Zur Anpassung der Kirche St. Michael in Emden ab etwa 2024 lässt sich vor allem ein klarer Trend erkennen: Der Kirchenraum wird bewusst offener und vielseitiger nutzbar gemacht.
Die Ursprünge der Kirche reichen bis in den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude weitgehend zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte nach Plänen des Kirchenarchitekten Dominikus Böhm. Eine Besonderheit ist die Betongewebedecke, die den Eindruck eines leichten, stoffartigen Abschlusses vermittelt. Ein zentraler Schritt der Umgestaltung ist die Entfernung der fest eingebauten Kirchenbänke. Dadurch entsteht eine große, freie Fläche im Kirchenschiff. Künftig sollen stattdessen flexibel aufstellbare Stühle oder mobile Elemente genutzt werden. Diese Veränderungen stehen im Zusammenhang mit einem allgemeinen Wandel in der Kirche: Gemeinden werden kleiner, und Gebäude sollen mehr Funktionen erfüllen, um lebendig zu bleiben.
Ein neues Lichtkonzept wurde von der Silberstreif-Planungsgruppe aus Krefeld entwickelt. Die Planung und Umsetzung der Umgestaltung wurde vom Architekturbüro Klodwig und Partner aus Münster ausgeführt.
2026 fotografiert im Auftrag von Klodwig und Partner.